Wir sind auch via XMPP erreichbar!

André Jordan

2017/07/28 13:07 | Permalink
André Jordan

„XMPP? Was ist das?“ werden Sie sich fragen. Viele von Ihnen nutzen es wahrscheinlich täglich - ohne es zu wissen: Jedes Mal, wenn Sie „whatsappen“, verschicken Sie eine Nachricht im XMPP-Protokoll. Leider hat WhatsApp das Protokoll so erweitert, dass Sie als WhatsApp-Nutzer nur mit anderen WhatsApp-Nutzern kommunizieren können. Schade eigentlich, denn XMPP ist ursprünglich so entwickelt worden, damit es ähnlich wie E-Mail funktioniert: Viele verteilte Server, die miteinander kommunizieren können.

Wo liegt das Problem?

Stellen Sie sich vor, Sie haben bei GMX die Mail-Adresse mueller@gmx.de registiert. Ihre Bekannte hingegen hat die Mail-Adresse meier@posteo.de. Es scheint selbstverständlich, dass Sie Ihrer Bekannten eine Nachricht schicken können, auch wenn diese ihre Mail-Adresse bei einem anderen Anbieter - nämlich Posteo - registiert hat. Niemand würde einen Mail-Anbieter akzeptieren, der seine Nutzer dahingegen einschränkt, dass nur Nachrichten an Nutzer verschickt werden können, die ebenfalls eine Mail-Adresse bei diesem Anbieter haben. Bei WhatsApp hingegen tun wir dies. Warum eigentlich?

Sicherlich, WhatsApp hat eine Marktdurchdringung erreicht, die den Service - trotz aller Kritik - alternativlos erscheinen lässt. Aber ist es richtig, unsere Kommunikation in Hände eines einzigen Internet-Giganten zu legen? Kann ein Unternehmen es sich leisten, dass seine Mitarbeiter auf diese Art und Weise kommunizieren? Immer mehr Menschen haben ein schlechtes Gefühl dabei und fühlen sich doch hilflos. Dabei kann jeder einen kleinen Teil dazu beitragen, diese Situation zu ändern!

Was kann man tun?

Als Privatperson können Sie auf Ihrem Android-Handy eine App installieren, die das XMPP-Protokoll unterstützt (z.B. Conversations). Sie können bei einem der öffentlichen XMPP-Server einen Account registrieren und so mit anderen XMPP-Nutzer kommunizieren. Ein Unternehmen kann dafür entscheiden einen eignen XMPP-Server aufsetzen. Oft werden Prosody oder Ejabberd als Server-Software genutzt. Sie sind kostenlos verfügbar und stehen unter einer Open Source Lizenz. Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten, einen XMPP-Server zu betreiben.

Es heisst „Aller Anfang ist schwer“. Doch wer Veränderung will, muss diesen Anfang machen! Möglicherweise fühlen Sie sich allein, weil Sie in Ihrem Umfeld der Einzige sind, der das „richtige“ XMPP nutzt. Damit Ihre Kontaktliste am Anfang nicht völlig leer ist, können Sie gern unsere XMPP-Adresse

refa-md@pingupod.de

zu Ihren Kontakten hinzufügen. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Was mich interessiert

Wie handhaben Sie es in Ihrem Unternehmen? Kennen Sie Unternehmen, die einen eigenen XMPP-Server betreiben? Ich freue mich auf Ihren Kommentar!

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